Energie & Chemie

Prozessleittechnik für Energie und Chemie – sicher, hochverfügbar, normkonform.

Wir modernisieren Anlagen in der Prozessindustrie unter höchsten Sicherheitsanforderungen. Mit tiefem Know-how in Explosionsschutz (ATEX), Funktionaler Sicherheit (SIL/IEC 61511) und OT-Security (IEC 62443) sichern wir Ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Die Ausgangslage: Transformation unter maximalen Sicherheitsauflagen

Die deutsche Chemie- und Energiebranche befindet sich in einem beispiellosen Wandel. Der Druck zur Dekarbonisierung, volatile Energiemärkte und der globale Wettbewerb zwingen Anlagenbetreiber zu massiven Effizienzsteigerungen. Die NAMUR (Interessengemeinschaft Automatisierungstechnik der Prozessindustrie) sieht in der Automatisierung und Digitalisierung den Schlüssel: Autonome Anlagen können Betriebskosten um bis zu 5 % senken und den Energieverbrauch um 20 % reduzieren [1].

Doch die Modernisierung von Bestandsanlagen in diesen Sektoren ist hochkomplex. Viele Anlagen stammen aus den 1980er oder 1990er Jahren. Ein Austausch der Prozessleittechnik (PLS) muss im laufenden Betrieb oder während eng getakteter Turnarounds (Revisionsstillstände) erfolgen. Dabei gelten kompromisslose Sicherheitsstandards: Anlagenbereiche sind oft explosionsgefährdet (ATEX-Richtlinie 2014/34/EU), Prozesse erfordern zertifizierte Funktionale Sicherheit (Safety Instrumented Systems nach IEC 61511) und die zunehmende Vernetzung macht die OT-Security (IEC 62443) zur Überlebensfrage [2]. Jeder Fehler bei der Migration kann nicht nur Millionen kosten, sondern Menschenleben und Umwelt gefährden.

Ihre Herausforderungen in der Prozessindustrie

Die Modernisierung in der Chemie- und Energiebranche erfordert einen Partner, der die Sprache der Verfahrenstechnik spricht und die strengen regulatorischen Vorgaben beherrscht:

  • Explosionsschutz (ATEX): In Zonen mit brennbaren Gasen oder Stäuben (Zone 0, 1, 2) dürfen nur speziell zertifizierte eigensichere Komponenten eingesetzt werden. Die Planung und Dokumentation muss lückenlos den ATEX-Betriebsrichtlinien entsprechen.
  • Funktionale Sicherheit (SIL): Kritische Prozesse benötigen unabhängige Sicherheitseinrichtungen (SIS), die bei einer Störung die Anlage in einen sicheren Zustand überführen. Die Auslegung und Berechnung des Safety Integrity Levels (SIL 1-3) nach IEC 61511 ist zwingend erforderlich.
  • Migration ohne Stillstand: Ein ungeplanter Anlagenstillstand in einer Raffinerie oder einem Kraftwerk verursacht immense Kosten. Die Migration von veralteten Leitsystemen (z.B. PCS 7) auf moderne Plattformen muss durch Hot-Cutover-Konzepte oder während minimaler Zeitfenster erfolgen.
  • OT-Security und KRITIS: Energieerzeuger und große Chemieparks fallen unter die KRITIS-Verordnung. Die Prozessleittechnik muss gegen Cyberangriffe gehärtet werden, ohne die Anlagenverfügbarkeit zu beeinträchtigen (Defense-in-Depth-Strategie).

Was AUTEC für Energie & Chemie leistet

AUTEC verbindet jahrzehntelange Erfahrung in der Prozessautomatisierung mit aktuellem Normenwissen. Wir planen, programmieren und migrieren Leitsysteme für die anspruchsvollsten Umgebungen.

Unsere Leistungsbausteine für die Prozessindustrie:

  • Prozessleittechnik (PLS/DCS): Wir modernisieren komplexe Leitsysteme (z.B. Siemens PCS 7, TIA Portal) und implementieren herstelleroffene SCADA-Lösungen für maximale Transparenz und effizientes Alarmmanagement.
  • ATEX- und SIL-Engineering: Wir übernehmen die sicherheitstechnische Planung. Von der Auswahl eigensicherer Sensorik/Aktorik über die SIL-Berechnung bis hin zur Erstellung der vollständigen Ex-Dokumentation für die Behörden.
  • Sichere Migrationskonzepte: Wir entwickeln detaillierte Cutover-Strategien. Durch intensive Vorab-Tests (FAT) und Simulationen (Digitaler Zwilling) garantieren wir eine reibungslose Inbetriebnahme während des Turnarounds.
  • OT-Security nach IEC 62443: Wir härten Ihre Anlagenarchitektur. Mit Netzwerksegmentierung (Purdue-Modell), sicheren DMZ-Zonen und Anomalieerkennung schützen wir Ihre kritischen Prozesse vor Cyberbedrohungen.

Referenzen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Übernimmt AUTEC auch die Erstellung der Ex-Dokumentation?

Ja. Wir planen nicht nur die eigensicheren Stromkreise, sondern erstellen auch die vollständige Dokumentation gemäß ATEX-Betriebsrichtlinie 1999/92/EG, die Sie für den Nachweis gegenüber Behörden und Prüforganisationen (z.B. TÜV) benötigen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Migration während des Turnarounds klappt?

Der Schlüssel ist die Vorbereitung. Wir bauen das neue Leitsystem parallel auf und testen die gesamte Software vorab intensiv (Factory Acceptance Test - FAT), oft auch mit Anlagensimulationen. So reduzieren wir die Inbetriebnahmezeit vor Ort auf ein absolutes Minimum.

Haben Sie Erfahrung mit Funktionaler Sicherheit (SIL)?

Selbstverständlich. Unsere Ingenieure sind mit der IEC 61511 vertraut. Wir unterstützen Sie bei der Risikobeurteilung, der Auswahl geeigneter fehlersicherer Steuerungen (F-CPU) und der Berechnung und Verifikation der geforderten SIL-Level für Ihre Sicherheitskreise.

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Georg Sorg
Head of Commercial / Leiter Vertrieb & Marketing Head of Growth / Leiter Markt & Wachstum

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